Was ist der Inhalt dieses Blogs …

Dieser Blog gibt Informationen Rund um unser Abenteuer „Baltic Sea Circle 2015“ wieder. Angefangen von der Planung über erste Fortschritte bis zur Rallye (13.06 – 28.06 2015).

Das Tracking wird dann ab Samstag, den 13.06.2015,  Live zu verfolgen sein unter:
http://balticrally.superlative-adventure.com/live-map2015.html

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Reisezusammenfassung

Unsere Abenteuerreise liegt jetzt fast genau eine Woche zurück. Wir hatten also schon etwas Zeit unsere Erlebnisse zu ordnen und den ersten umfangreichen Bericht zu erstatten. Für alle anderen noch mal eine kleine Zusammenfassung unserer Gedanken dazu.
Wie der aufmerksame Leser noch weiß, war der Start kein besonders guter. Wir standen vor der Entscheidung, ob wir den Urlaub abbrechen oder mit einem anderen Auto die Reise machen. Zum Glück haben wir uns entschieden mit einem Kleinwagen unsere Reise fortzusetzen.
Von Dänemark gab es nicht viel zu sehen. Hier fuhren wir nur über Autobahn und besuchten ein Hotel. Weiter ging es dann nach Schweden. Hier verbrachten wir mehrere Tage und bauten unsere Zelte das erste Mal auf. Weiterhin lernten wir etwas die Landschaften Schwedens kennen. Es hat uns dort sehr gefallen, das lag übrigens auch am super Wetter :-).
Als nächstes Land war Finnland an der Reihe. Das erste Aufeinandertreffen, von Finnland und uns, war nicht so toll. Es gab Massen an Mücken und Regen (nicht viel, aber den waren wir von Schweden nicht gewohnt). Nach einer Nacht ging es dann erst mal schnell nach Norwegen zum Nordkap. Mit knapp 1100 km war das die längste Etappe für uns. Wir waren durch Cola voll mit Koffein und durch die Auffahrt (steile Abgründe und enge Tunnel)  voll mit Adrenalin zum Nordkapp unterwegs. Der „Abstecher“ zum Nordkap hat sich gelohnt, vor allem da wir endlich die anderen Teams getroffen haben. Anschließend ging es wieder nach Finnland. Wobei wir das Land jetzt nicht mehr so schlimm fanden. Das lag vor allem an der tollen Landschaft und den Rentieren.
Dann folgte nur ein kleiner Abstecher nach Russland. Leider waren wir versicherungs- und verkehrstechnisch nicht so gut vorbereitet. Ohne Auto wäre ein Besuch von Sankt Petersburg wohl deutlich entspannter verlaufen.
Nach dem großen Russland folgten die kleinen EU-Staaten Estland, Lettland und Litauen. Aufgefallen sind uns vor allem die vielen Störche. Auch gab es dort viele schöne Ecken und Sehenswürdigkeiten.
Nach den kleinen Ländern kamen wir noch nach Polen. Hier gab es einige Burgen zu sehen. Durch etwas Glück konnten wir fast direkt vor einer zelten. Einige Kilometer vor der deutschen Grenze merkten wir allerdings, das wir uns langsam einer Touristenhochburg näherten (deutsch-polnische Ostseeküste).
Danach ging es wieder durch Deutschland und zurück nach Hamburg. Alles in allem hat uns jetzt nichts nachhaltig so gestört, dass man eine ähnliche Tour in Zukunft nochmal wagen könnte.
Wir haben es zwar nicht geschafft jedes jeweilige Nationalgericht zu probieren, aber wir haben aus fast jedem Land Süßigkeiten gekauft und für unseren Reisevorrat genutzt.
Alles in Allem gab es viele Erlebnisse, wovon wir noch lange zehren können. Wir haben einige Plätze besucht, die wir unter normalen Umständen wohl nicht angesteuert hätten. Einige der besuchten Regionen werden wir bestimmt noch einmal besuchen, allein um unsere übrigen Fremdwährungen aufzubrauchen… Interessant wäre zum Beispiel Skandinavien im Winter.
Vielen Dank an alle die uns bei der Vorbereitung unterstützt und die fleißig den Blog gelesen und kommentiert haben.

Bilder der Tour sind übrigens nun auch online, unter dem Reiter „Bilder“ oben rechts.

Urkunde

Tag 16 Finale

Wir starteten früh in Ückeritz und fuhren ziemlich schnell auf die Autobahn. Im Vergleich zu den letzten Tagen war die Autofahrt recht langweilig und eh wir uns versahen waren wir gegen Mittag in Hamburg.

Wir beschlossen die übrige Zeit bis zum geplanten Zieleinlauf für eine kleine Tour durch Hamburg zu nutzen. Wir parkten das Auto in einer Nebenstraße und begaben uns ins Zentrum. Dort war gerade sowas wie ein schwäbisches Wochenende und wir aßen dort Zwiebelkuchen.

Nach ein paar Sehenswürdigkeiten machten wir uns wieder auf den Rückweg zum Auto, machten die letzten Eintragungen ins Roadbook und fuhren gen Ziel.

Bei Überschreitung der Ziellinie bejubelten uns die Gäste und es wurde das obligatorische Zielfoto geschossen. Wir gaben das Roadbook ab (vermutlich außer Konkurrenz) und schauten uns den Zieleinlauf der anderen Teams an.

Es trudelten immer mehr Teams ein, einige gaben sich besonders viel Mühe für die Aufgabe „Pimp my Ride“. Ein Auto kam als Schiff durchs Ziel, passte kaum durch den Zieltorbogen. Ein anderes Team, dessen Auto in Russland versagte, kam mit Bobby-Cars ins Ziel (diese wurden von einen anderen Teilnehmer gezogen).

Bald näherte sich die Siegerehrung. Es gab verschiedene Preise, unter anderen für die meisten gefahrenen Kilometer (die einzige Kategorie wo wir konkurrenzfähig waren). Wir waren mit ca. 8800 km etwa 400 km unter dem Erstplatzierten.

Den besten Tausch brachte ein Team zustande, dass ein lebendes Huhn in Polen ertauscht hatte.

Nach den Ehrungen wurden die Roadbooks zurückgegeben und wir traten die Heimreise an.

Wir werden demnächst die besten Bilder der Reise hochladen und erstmal die Reise sacken lassen.WP_20150628_17_09_16_Pro

Tag 15 It’s not our USB-Stick

Wir erwachten in unseren durch die Sonne gewärmten Zelten. Trotz einer unweit entfernten Brücke für Züge hatten wir eine erholsame Nacht. Wir entschlossen uns die Burg auf der anderen Seite anzuschauen. Dort bauten gerade die ersten Souvenirstände auf und eine Kanutruppe bereitete sich am Flussufer vor. In der Burg gab es wohl ein Museum, doch hatten wir nur für einen kurzen Rundgang Zeit. Es kamen uns ein paar Mädels in Gewändern entgegen, in diesen Tagen oder im ganzen Sommer findet wohl ein Mittelalter-spektakel statt. Wir fuhren danach los in Richtung Westen.
Heutige Aufgabe war es die bisherigen Erfolge mit Bildern ins Roadbook einzufügen. Also mussten wir in Polen iwie die Bilder ausdrucken. Da es dort vielerorts die gleichen Geschäfte wie in Dtl. gibt, waren wir guter Dinge. Wir steuerten den nächstgrößeren Shoppingkomplex um einen OBI an. Wir fanden im Elektronikladen dort zwar nix zum Drucken, jedoch gab dort gerade ein Journalist und Autor eine Autogrammstunde. Eine weitere Aufgabe ist es einen Celebrity des Landes zu fotografieren. Wir machten ein weiteres Bild für das Roadbook…
In der nächsten Stadt fanden wir einen Rossmann und versuchten es dort. Nach einigen Abstürzen schafften wir es die Bilder auszudrucken. Bei Durchsicht im Auto merkten wir jedoch das zwei fehlten. Also nochmal rein in den Laden, in dem wir dank einstündigen Aufenthalt auch langsam Verdacht erregten. Dort steckte ein USB Stick im Gerät, wurde offensichtlich vergessen. Wir starteten unseren Druck und sagten dem Sicherheitsmann Bescheid. Der Verstand kein Wort englisch und schaute sich das Gerät an und zog unsere Karte während des Druckens raus… Als wir „No No“ riefen ging er und sagte wohl der Filialleiterin Bescheid. Sie konnte leider auch kein Wort verstehen. Mit Händen und Füßen versuchten wir die Situation zu erklären und wir glaubten es funktionierte. Unsere zwei Bilder kamen übrigens trotz Unterbrechung raus…
Danach ging es Richtung Deutschland… In Swinemünde wurde es nochmal aufregend als wir statt der Fähre zum anderen Ufer der Stadt, plötzlich zwischen LKW’s standen und die einzigen Schilder auf Fähren nach Dänemark, Schweden und Co. hinwiesen. Wir fuhren über eine Nebenstraße zum richtigen Ablegeort und kamen etwa eine Minute vor Abfahrt an Bord. Im strömenden Regen fuhren wir über die deutsche Grenze und bauten die Zelte auf einen Campingplatz bei Ückeritz auf.
Für morgen ist dann der Zieleinlauf mit anschließender Feier in Hamburg geplant.

Tag 14 Kreuze und Punkte

Wir fanden letzte Nacht Unterkunft in einen Gasthaus mit Holzoptik. Überall waren Figuren und ähnliches zu finden. Das Haus selbst und die Wände der Zimmer sahen aus wie aus Baumstämmen gebaut. Von dort aus ging es los zu unserer nächsten Quest: den Hügel der Kreuze. Der war etwa 45 Minuten entfernt. Aufgabe war es dort ein handgemachtes Kreuz zu platzieren. Am Vorabend erkundeten wir die Gegend um das Gasthaus und fanden einen Steinhaufen (Verschnitt oder Schrott). Mit gelben Panzertape bauten wir aus einigen ein Kreuz zusammen.
Vor Ort konnte man diverse Kreuze an Ständen kaufen, aber wir hatten ja schon eins. Mit einen Klappspaten gruben wir ein kleines Loch und setzten das Kreuz ein und wünschten uns was (einen Wunsch klebten wir sicherheitshalber schriftlich ein). Dann erkundeten wir den Berg…
Zusammenfassend kann man sagen, es gab dort sehr viele (tausende) unterschiedliche Kreuze.
Heutiges Etappenziel war es Kaliningrad zu erreichen. Dort wollten wir nach St. Petersburg allerdings nicht hin. Stattdessen nahmen wir einen Umweg und wollten es umrunden um dann etwa auf Höhe von Danzig zu landen. Das hieß wir mussten heute viele Kilometer fahren. Noch einige in Litauen, die meisten jedoch in Polen. Am Ende mehr als wir eigentlich wollten, weil wir fast vergeblich einen Zeltplatz suchten. In Marlbork wurden wir jedoch fündig und campen nun auf der Ufergegenseite eines schlossähnlichen Gebäudes.

Unterwegs fielen uns in Polen noch zwei seltsame Schilder auf: Ein Achtungdreieck mit nen schwarzen Punkt drin und ein Mautähnliches Symbol mit drei Kreisen und den Zahlen 10, 20 und 50. Das erste Zeichen kam meist in Verbindung mit der Warnung vor laufenden Menschen. Beim zweiten stand meist ne Art Funkkasten in der Nähe. Da wir außer von der Autobahnmaut von nix wissen, haben wir es erstmal vernachlässigt. Vielleicht weiß ja jemand um was es sich bei beiden Zeichen handelt.
Morgen wird es unser Ziel sein Deutschland zu erreichen und dann ist ja nur noch ein Tag…

Tag 13 kurze Nacht, kurzer Tag

Die Feier schien die ganze Nacht zu gehen, wir verabschiedeten uns nach dem großen Lagerfeuer. Das wollte nach diversen Versuchen (unter anderen einen Reservekanister der abbrannte) nicht so recht brennen. Die Musik lief bis zum morgen (etwa 5 Uhr) und sorgte für unruhigen Schlaf.
Gegen etwa 6 Uhr ging unsere Fahrt weiter. Die meisten anderen schliefen noch und ein paar waren erst jetzt auf dem Weg zu ihren Zelten.
Wir machten uns auf den Weg nach Riga, dort wartete eine weitere Quest auf uns. Die Fahrt und der Grenzübergang waren recht ereignislos. Einzig die Vielzahl der Störche war erstaunlich, die man auf Feldern, ihren Nestern oder auch unweit der Straße beobachten konnte.
Gegen Mittag erreichten wir Riga. Nach St. Petersburg wussten wir, dass wir fremde Großstädte nicht gern mit Auto erkunden, aber die Aufgabe hieß das höchste Gebäude Rigas mit uns davor zu fotografieren. Das hielten wir für möglich, trotz Fehlen einer Stadtkarte. Wir wussten das Gebäude steht auf einer Insel und man kann es per Schnellstraße erreichen.
Nach ein paar Irrwegen kamen wir dort an, machten das Foto und fuhren zur Aussichtsplattform bei etwa 97m.
Wir fuhren weiter in Richtung der nächsten Etappe, also nach Litauen. Dort sind wir eben in einen netten Gasthaus gelandet indem wir etwas Schlaf nachholen werden.

Tag 12 – Party Time

Der Tag begann wieder mit Regen. Allerdings war das kein Problem den heute sollte eine große Party stattfinden. Auf den kurzen Weg dahin versuchten wir einige schöne Blicke auf die Ostsee erhaschen.
Der Partyort war nicht so einfach zu erreichen, aber wir haben es geschafft.

Tag 11 – Fließendes Chaos

Für alle die sich gewundert haben, wir waren einen nach durch das Livetracking zu sehen und konnten auch gestern keinen Beitrag schreiben. Manche wissen es vielleicht, es lag an den russischen Roaminggebühren.

In der Nacht und am morgen gab es Regen auf dem Zeltplatz der finnischen Grenzstadt. Frisch geduscht fuhren wir also zur russ. Grenze.

Dort wurden wir in die „Spezialreihe“ sortiert. In der befanden sich etwa fünf Fahzeuge der Rallye. Das hieß wir konnten uns gut austauschen, was später auch notwendig werden sollte…

Die Aufnahme der Personalien erfolgte durch einen mehrsprachigen Zettel. Die Anmeldung des Fahrzeuges (für zollfreie Ein- und Ausfuhr) war jedoch komplett in russisch. Somit standen die Teams etwas ratlos im Vorraum der Anmeldung. Zum Glück halfen uns einige Finnen beim Ausfüllen. Wir tauschten die Informationen unter den Teams aus.

Nach einer visuellen Kontrolle durch einen Zöllner der sogar ein paar Worte deutsch konnte fuhren wir über die Grenze. (Der Zöllner sollte die letzte Person sein, die mehr als russisch mit uns reden konnte innerhalb Russlands.)

Problem war nun dass wir entgegen unserer Annahme noch keine Autoversicherung an der Grenze abschließen konnten. Wir fuhren einige Kilometer und André wurde zunehmend nervöser. Unterwegs tauschten wir noch einige Rubel ein aber fanden keine Autoversicherung.

Nach einen weiteren Kontrollposten sahen wir ein Schild mit „CTPAXOBAHE“ (deutsch: Versicherung). Dort trafen wir eine junge und geduldige Dame in einen kleinen Häuschen. Nach etwa zwei Stunden, einer Art Google Translator und etwa 2500 Rubel hatten wir unsere Versicherung und fuhren Richtung St. Petersburg.

Die Autobahnfahrt war krass…

Unser Ziel war es in der Stadt einen bewachten Parkplatz zu finden und dann die Metro zu benutzen. Wir fanden den Parkplatz nach einer Irrfahrt, aber konnten ihn nicht befahren. Wir entschlossen uns entnervt die Stadt und das Land zu verlassen. Wir fuhren über die Insel Kronstadt und dann wollten wir entlang der Ostsee zur estnischen Grenze. Dieses Vorhaben wurde durch einen militärischen Wachposten durchkreuzt. Also fuhren wir über die Autobahn zur Grenzstadt Ivangorod und reisten wieder in die EU ein. Bei Grenzübertritt ließ schlagartig die Angst vor Polizeikontrollen, schlechten Straßen und riskanten Überholmanöver nach.

Wir steuerten den nächsten Zeltplatz nach der Grenze an und übernachteten dort.

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